Bochum und Radwege: kein Amore!

Flickwerk und Warte-Schleifen: Die städtischen Vorhaben zur Verbesserung der Radwege sind ein Trauerspiel! Beispiele:

  1. Die Radverkehrsanbindung Uni West wurde 2013 beschlossen und die Durchführung für 2014 vorgesehen. Dann kam der Bau der Haltestelle Gesundheitscampus dazwischen. Jetzt heißt es, die Vervollständigung des Radweges sei für dieses Jahr beschlossen.
  2. Der Radfahrstreifen auf der Markstraße zwischen Opelring und Hanielstraße wurde 2016 beschlossen. Bisher gibt es einen Radweg zwischen Opelring und Höfestraße. Der Rest fehlt.
  3. Radfahrstreifen auf der Castroper Str. zwischen Blumenstraße und Klinikstraße: fehlt.
  4. Radfahrstreifen auf dem Bövinghauser Hellweg zwischen Stadtgrenze Castrop-Rauxel und Ostwaldstraße: fehlt.
  5. Radfahrstreifen auf der Viktoriastraße zwischen Südring und Hattinger Straße: fehlt.
  6. Alleestraße zwischen Westring und Wattenscheider Straße: unvollständig.
  7. Wird an die gefährliche Stelle auf dem Lothringer Radweg in Höhe „Auf der Bochumer Landwehr“ gedacht?

Und ganz besonders: Die Opeltrasse zwischen Prinz-Regent und Alte Wittener Straße – erstmals erwähnt 2011 als Bestandtteil des Radverkehrskonzeptes und beschlossen 2016. Wie ist der aktuelle Stand? Denn: Es sollten Gespräche mit dem RVR geführt werden zu einer Planübernahme. Eine Vorplanung für eine Brücke über die A 448 wurde bereits erstellt. Wie weit sind die Verhandlungen mit der DB über einen Grundstückskauf? Die Fläche zwischen Prinz-Regent und Unistraße ist seit dem Abbau der Fernwärmeleitung frei. Man hätte längst mit dem Bau beginnen können.

Zuletzt: Die „richtigen Trassen“ hat ganz allein der RVR geplant und ausgeführt. Die Stadt hat nur Rad- oder Radschutzstreifen angelegt dort, wo die Fahrbahnoberfläche sowieso erneuert wurde. Mit den Trassen kann sich Bochum jedenfalls nicht schmücken, auch wenn die Stadt die Beleuchtung der Springorumtrasse angelegt hat.

Fazit: Der städtische Beitrag zur Verbesserung der Radinfrastruktur ist ein einziger Flickenteppich mit vielen leeren Verprechungen.